Hallo an Alle dort draußen!

ei, neulich sprach mich ein Spaziergänger auf meiner Flugwiese an: er wolle auch mit dem Modellflug beginnen, habe sich ein schönes Flugzeug gekauft und wollte es fliegen lassen. Doch oh Schreck! Kaum in der Luft war der Spaß vorbei und die schöne Maschine schlug auf dem Boden auf und war entzwei. Was könne ich denn empfehlen, um typische Anfängerfehler zu vermeiden?


Eine gute Frage
Ja, das ist eine gute Frage. Besonders in diesen unseren Zeiten mit Internet aber ohne redlichen  und erfahrenen Fachhändler um die Ecke ist guter Rat teuer und das Angebot schier unendlich.


Die “Goldene Regel
Was ich leider häufig beobachte und lese ist, dass das erste Modell nur nach den bunten Bildern im Shop ausgesucht wird und den dort gemachten Versprechungen. Doch gibt es eine Goldene Regel, die jeder Anfänger tunlichst beachten sollte: “du sollst als Anfänger kein zu kleines Flugzeug kaufen!”

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Die allermeisten Modelle, die als anfängertauglich beworben werden, sind schlicht zu klein. Faustregel: Motormodell nicht unter 1,30m Spannweite, besser 1,50m! Maximale Größe ca.2m! Segler nicht unter 1,60m Spannweite, besser 2,0m! Maximale Größe 3m. Wobei es auf ein, zwei Zentimeter nicht ankommt. Eine Motormaschine mit 1,28m Spannweite wird auch gut fliegen.

Nun, warum ist das so? Wenn wir unser Modell gegenüber den “echten” Flugzeugen zwar verkleinern können, so bleiben die Luft und die Physik doch die gleich wie bei den Großen. Und somit auch der Wind. Ein kleines Modell wird viel mehr von den Windböen durchgeschüttelt und verrissen als ein großes. Hinzu kommt, dass ein größeres Modell durch seine Masse auch träger ist, ruhiger in der Luft liegt und somit dem Anfänger so manchen Fehler verzeiht.

Doch zu groß darf das Modell auch nicht sein, weil es sonst zu viel Flugmasse hat, die bei unsanften Bodenberührungen zu Schäden führen kann. 1,5kg tun sich weniger weh als 3,5kg!


Es muss kein Nachbau eines Originalflugzeugs sein
Und ein Anfängerflugzeug darf auch ruhig hässlich sein. Hässlich im Sinne von es muss kein Nachbau eines Originalflugzeugs sein. Besser gesagt, es darf kein Nachbau sein! Denn ein maßstäblich verkleinertes Flugzeug hat als Modell oftmals schlechtere Flugeigenschaften als ein Modell, welches von den Proportionen von vorne herein als Modellflugzeug konzipiert wurde. Auch hier schlägt die Physik wieder zu.


Mein Tipp:
Schaut euch solche Flugzeuge wie den “Easy Star” oder die “Easy Cub” von Multiplex oder ganz besonders den “Charter” von robbe an. Gerade mit dem “Charter” haben schon Generationen von Modellfliegern erfolgreich begonnen.

Macht es gut!

Klaus

Ein Kommentar zu “Welches Modell soll ich kaufen oder wie man Anfängerfehler im RC Modellbau vermeidet”

  1. am 3. Januar 2013 um 17:17 1.Dietmar schrieb …

    Als Neuling möchte ich mich zum Thema “Anfängermodell” äußern. Je größer, desto besser – heißt es immer. Mein erstes Mal war im Lehrer-Schüler-Betrieb mit einem EasyStar mit Querruder. Ohne das Eingreifen des Lehrers wäre das arme Modell mehrmals abgestürzt. Irgendwie war ich überfordert. Alleine traute ich mir das Modell nicht zu – mein Schwager (der Lehrer und alte Flughase) verbreitete schon in der Verwandtschaft, daß ich absolut untalentiert sei. Wie peinlich!

    Mich fuchste die Sache natürlich – also suchte ich mir ein aus meiner Sicht anfänger-tauglicheres Modell: sollte leicht sein, damit es beim Absturz nicht so hart aufschlägt und kaputt geht, sollte auch Querruder haben, damit der Umstieg auf meinen EasyStar problemlos wird, und es sollte Ersatzteile wie Fläche und Rumpf geben.

    Wider alle Empfehlungen von Modellfreunden und Forenbeiträgen entschied ich mich für einen Scorpio A80 (78cm Spannweite, Gewicht 140 gramm). Und siehe da: es klappt bestens. Läßt sich super steuern / fliegen / landen / segeln.
    Für mich ein Super-Modell zum Lernen. Nach ca. 20 Starts (der längste Flug war 15 Minuten!) macht er mir immer noch Spaß. Klein, aber toll zum Üben.

    Es muß also nicht immer ein Riesenvogel sein, auch mit kleinen Segler kann man reinschnuppern, lernen und dann bei dem Hobby bleiben. Und meinen EasyStar habe ich ja auch noch. Wenn das Steuern in Fleisch und Blut übergegangen ist, traue ich mich dann auch an den ran.

    Beste Grüße,
    (Anfänger-)Dietmar aus dem Sauerland

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