Hallo liebe Modellbaufreunde,

oft werde ich gefragt, wie man denn sein neues Einsteigermodell das erste Mal in die Lüfte bringt. Viele Kollegen haben Angst, dass das neue Schmuckstück nach wenigen Sekunden entzwei geht. Doch habt keine Angst, alles ist halb so schwierig wie es klingt!

Ich möchte mich hier zunächst auf Einsteigermodelle und Segler mit Elektromotor beschränken. Das Einfliegen eines Kunstflugmodells oder eines Großmodells ist etwas ganz anderes, da wird es recht kompliziert.

Ich denke, dass ihr alle fleißig am Simulator geübt habt, oder? Das erleichtert heuer den Einstieg ja ungemein. Und weil es viel Bruch ersparen kann, lohnt sich die Investition ganz sicher.


Wo beginnt der Jungfernflug?
Genau, meine Freunde, in der Werkstatt! Hier prüfen wir:

  • ob alle Ruder richtig herum gehen
  • ob alles fest ist
  • ab die Akkus geladen sind – auch die des Senders!
  • ob der Elektromotor läuft
  • auch ob er richtig herum läuft (über die Verbrenner reden wir heute nicht)
  • ob der Schwerpunkt an der vom Hersteller angegebenen Stelle liegt
  • sind beide Flügelhälften gleich schwer, also ist nicht eine Seite des Flugzeuges schwerer als die andere?
  • ob die Ruderausschläge der ebenfalls vom Hersteller angegebenen Größe entsprechen
  • ob alle Ruder in ihrer Neutralstellung stehen
  • ob alles gerade und winklig sitzt.

Fällt uns noch etwas ein? Mir im Moment nicht.


Das Wetter
Dann beobachten wir das Wetter. Für den Erstflug unseres Einsteigermodells sollte es schönes Wetter haben. Schön bedeutet nicht zu viel Wind, bis Windstärke 2 lasse ich gerade noch durchgehen, aber je weniger Wind weht desto besser ist es.

Mein Tipp: wartet einfach auf die Abendstunden. Dann flaut der Wind oft ab und wir haben die wunderbarsten Bedingungen für einen erfolgreichen Erstflug.


Passt unser Flugfeld?
Ein Könner wird jedes Einsteigermodell auf einem kleinen Fleckchen Wiese redlich starten und landen können. Doch es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wir sind ja noch keine Experten. Also suchen wir uns eine große freie Wiese, möglichst flach, aber auch eine sanfte Neigung gegen den schwachen Wind ist sehr gut (dass diese Flugwiese den gesetzlichen Bestimmungen Genüge tun muss, erwähne ich besser auch noch einmal, gell?). Wichtig ist, dass wir in alle Richtungen genug Platz haben, ohne dass ein Baum oder ein Haus oder sonst ein Hinderniss im Wege ist. Ein Experte wird darum herum fliegen können, doch das sind wir ja noch nicht, und so wäre die Gefahr zu groß unser Modell in einem Baum zu sehen.


Rudercheck nicht vergessen!
Rudercheck RC SegelflugzeugNun prüfen wir nochmals alle Ruder auf ihre Funktion und lassen ein, zwei Sekunden den Motor auf Vollgas laufen. Diesen Rudercheck machen wir übrigens vor JEDEM Flug, IMMER! Dann tief durchatmen und los geht es! Wir nehmen unser Modell in die Hand – in Höhe des Schwerpunktes, also unter den Flügeln – halten es in Fluglage in die Luft und laufen (oder rennen) gegen den Wind. Jetzt werdet ihr merken, wie das Modell in der Hand leicht wird, je leichter je schneller wir rennen. Lasst nun das Modell für Sekundenbruchteile aus der Hand und ihr werdet sehen und spüren, wie es fliegen will. Das schafft doch schon redlich Vertrauen, oder?


Start mit einem Segler
Jetzt muss ich aber unterscheiden: haben wir einen Segler oder eine Motormaschine? Fangen wir mit dem Segler an. Den wollen wir nämlich zunächst im Gleitflug ganz ohne Motor erproben. Macht es also wie gerade beschrieben, Modell in die Hand nehmen, gegen den Wind laufen und mit leichtem Schwung sanft werfen.

Nicht schleudern oder versuchen einen neuen Speerwurfweltrekord zu erlangen. Ihr sollt das Flugzeug nur mit der ihm notwendigen Geschwindigkeit seinem Element übergeben. Und werft es nicht nach oben und nicht nach unten,  horizontal oder besser ganz wenig geneigt.

Nun werdet ihr sehen, wie der Segler schön gleitet. Rührt den Sender noch gar nicht an, sondern beobachtet das Modell. Wenn es einen gestreckten Flug hinlegt und sich auf die Wiese setzt, dann ist alles gut. Aber was tun, wenn nicht?

Wenn das Modell sich aufbäumt, dann

  • ist entweder der Schwerpunkt zu weit hinten
  • das Höhenruder steht leicht auf “hoch”
  • oder ihr habt es nach oben geworfen.

Wenn das Modell ganz steil dem Erdboden entgegenstrebt und gar nicht gleitet, sondern plumpst, dann

  • ist entweder der Schwerpunkt zu weit vorne
  • das Höhenruder steht leicht auf “tief”
  • oder ihr habt es nach unten geworfen.

Nun ändert ihr jeweils eine Einstellung – entweder Schwerpunkt oder Höhenrudertrimmung – um ein ganz klein wenig. Ein Millimeter am Höhenruder genügt, ein paar Gramm Blei in die Nase oder heraus ebenfalls. Dann probiert ihr
auf ein Neues den Gleitflug, so lange wiederholt ihr das Spiel, bis der gestreckte Gleitflug erreicht ist.

Und sollte der Segler nicht fein geradeaus fliegen, dann verstellt bitte ganz sachte die Seitenrudertrimmung.
Ich empfehle euch nicht, sofort mit Motor den Segler zu fliegen, stellt bitte erst den Gleitflug ein!


Start mit Motormodell
Beim Motormodell müssen wir in der Regel auf den Start ohne laufenden Motor verzichtet, zu schlecht ist meist der Gleitwinkel, als dass wir hier etwas einstellen könnten. Dennoch sollten wir nicht versuchen vom Boden zu starten, sondern den ersten Flug aus der Hand wagen. Denn beim Bodenstart muss schon redlich Erfahrung da sein, um das Modell “auf Spur” zu halten. Schnell kann es beim Rollen ausbrechen und glaubt mir, ein Anfänger hat noch nicht die
Reaktionen und das Können dieses Ausbrechen zu korrigieren.

Also geht es jetzt weiter mit dem Motormodell bzw. dem Motorsegler, der schon die ersten Gleitflügel hinter sich gebracht hat: Sender in die Hand (ist alles eingeschaltet? Ruderkontrolle? Motor läuft?), Modell in die Hand, Motor auf Vollgas, Laufen und das Modell mit dem erwähnten leichten Schupps gegen den Wind werfen.

Die meisten heuer verkauften Modelle für Einsteiger werden nun sanft gen Himmel steigen. Doch Obacht, nicht alle tun das! Also müssen wir gespannt sein wie ein Flitzebogen und gegebenenfalls schnell reagieren:

Fällt das Modell quasi ungebremst zu Boden, dann

  • ist entweder der Schwerpunkt zu weit vorne,
  • das Höhenruder steht leicht auf “tief” oder
  • ihr habt es nach unten geworfen.

Da haben wir wenig Zeit zu reagieren, der Boden kommt schnell bedrohlich nahe! Doch wenn ihr es schafft, dann gebt leicht Höhenruder. Sanft und nur so weit, dass das Modell nicht zu steil aufsteigt. Nur nicht überreagieren, sonst sticht das Modell in den Himmel, verliert dann die Geschwindigkeit und kippt ab. Das müssen wir auf jeden Fall vermeiden!

Steigt das Modell steil empor, dann

  • ist entweder der Schwerpunkt zu weit hinten,
  • das Höhenruder steht leicht auf “hoch” oder
  • ihr habt es nach oben geworfen.

Hier müssen wir auch fix handeln! Denn schnell wird das Modell zu langsam und dann kippt es ab und wird eventuell am Boden zerschellen. Also leicht Tiefenruder geben bis eine sanft ansteigende Flugbahn erreicht ist.

Puhh, geschafft, das Modell steigt nun sanft nach oben. Lassen wir es steigen und versuchen mit der Höhenrudertrimmung auszugleichen: steigt es zu steil trimmen wir Tiefe, steigt es zu flach, trimmen wir Höhe. Wir trimmen gerade soviel, dass wir den Höhenruderknüppel loslassen dürfen und das Modell weiter fliegt und steigt.

Wenn die Flugmaschine trotz aller Bemühungen zu steil steigt, dann müssen wir die Leistung des Motors etwas reduzieren, also “Gas” wegnehmen. Dann stimmt etwas anderes nicht, nämlich der Motorsturz. Doch dazu später…

Obacht, nicht zu weit fort fliegen! Wir wollen unser Modell ja noch beobachten können. Aber zu Beginn nur ganz sanfte Kurven fliegen, nicht zu steil! Recht wenig Seitenruder sollte genügen, um im großen Bogen wieder zu uns zurück zu kehren.

So, jetzt – wenn wir genügend Höhe gewonnen haben – schalten wir den Motor ganz aus. Ja, auch bei einer Motormaschine! Auch die können gleiten wie ein Segler, aber halt einfach nicht so gut. Im Idealfall sollte nun das Modell sanft in den Gleitflug übergehen. Doch meist wird das Flugzeug etwas auf und ab “pumpen”, doch lasst ihm Zeit. Wenn ihr ein Einsteigermodell gewählt habt, wird es sich schnell von alleine beruhigen.

Nun stellt mit der Höhenrudertrimmung einen flachen, nicht zu steilen Gleitpfad ein. Eine Motormaschine wird natürlich steiler zu Boden sinken als ein Segler, aber dennoch werdet ihr erkennen, was zu steil ist. Und mit der Seitenrudertrimmung korrigiert ihr einen eventuellen Drang nach einer Richtung hin. Immer nur in ganz wenigen Schritten und nicht zuviel auf einmal. Immer nur etwas bewegen, dann beobachten, bitte.


Der Motorsturz
Und nun kommen wir zum Motorsturz. Meist sind die Motoren nämlich nicht gerade eingebaut, sondern leicht nach unten geneigt. Warum? Nun, wenn wir Gas geben, steigen die meisten Flugmaschinen zu steil nach oben und können darauf hin abkippen. Wenn der Motor nun etwas nach unten zeigt, wird dieser Effekt ausgeglichen. Dieses “schiefe” Einbauen des Motors nennen wir Motorsturz.

Und ob der Motorsturz richtig eingestellt ist, das testen wir, indem wir aus dem Gleitflug heraus langsam Vollgas geben und beobachten:

  • bäumt das Modell sich stark auf, steigt steil auf, um dann abzukippen, dann müssen wir den Motorsturz erhöhen
  • nimmt es dagegen die Nase nach unten und wird immer schneller und verliert trotz Vollgas Höhe, dann hat das Modell zu viel Motorsturz
  • perfekt ist der Motorsturz, wenn die Flughöhe gehalten wird oder das Modell ganz sanft steigt.

Meist kann man den Motorsturz durch Beilagscheiben ändern, manche Modell haben auch eine prima Mechanik, mittels derer wir mit mit Justierschrauben den Motor verstellen können.


Der Seitenzug
Nun zur anderen Einstellung des Motors: dem Seitenzug. Denn der Motor dreht nicht nur den Propeller, sondern er versucht auch das Modell um den Propeller zu drehen, der Gute muss sich ja auch irgendwo festhalten und abstützen. Und darüber hinaus hat die Luft, die der Propeller nach hinten schiebt, noch einen Drall in sich. Trifft nun dieser sich drehende Luftstrom auf das Seitenleitwerk, so erzeugt es eine Kraft, die unser Flugzeug in die Kurve leiten möchte. Beide Effekt sorgen dafür, dass das Flugzeug bei drehendem Propeller nicht gerade aus fliegt. Doch damit es das dennoch tut, wird der Motor auch zur Seite “schräg” eingebaut. Somit zieht der Motor leicht nach rechts, was den Drall nach links ausgleicht.

Auch dieser Seitenzug will erflogen werden, auch wenn er bei den meisten Anfängerflugzeugen schon ab Werk sehr gut eingestellt ist. Fliegt unser Modell mit ausgeschaltetem Motor fein geradeaus – das haben wir mit der Seitenrudertrimmung ja schon eingestellt – , dann geben wir Vollgas. Zieht das Modell nach links, dann haben wir zu wenig Seitenzug. Zieht es dagegen nach rechts, dann ist zu viel davon vorhanden. Eingestellt wird der Seitenzug ähnlich wie der Motorsturz, mit Beilagscheiben oder Justierschrauben.

Ich gehe übrigens davon aus, dass der Propeller wie im Modellflug üblich inFlugrichtung gesehen im Uhrzeigersinn dreht. Alles andere wären sehr seltene Exoten. Und gerade der notwendige Seitenzug ändert sich stark, wenn wir den
Propeller gegen einen anderen tauschen.

Nun gibt es Kollegen, die verändern nicht Motorsturz und -zug, sondern die mischen sich etwas Höhenruder und / oder etwas Seitenruder im Sender auf den Motor. Also zum Beispiel 3% Tiefenruder und 5% Seitenruder rechts bei Vollgas. Nun, das geht auch, ich finde es aber nicht so elegant. Was ohne Elektronik geht, soll auch ohne Elektronik gemacht werden. Es gibt sicherlich Modelle, bei denen man mit Sturz und Zug nicht ein exaktes Flugverhalten erlangt, dann muss ein Mischer her. Doch diese Modelle sind sicherlich keine rechten Modelle für den Einsteiger!

Haben wir dann die optimalen Werte gefunden, dann merken wir uns die Ruderstellung am Modell, stellen die Trimmung am Sender auf neutral und ändern die Ruderstellung dann mechanisch am Modell. Dazu gibt es manchmal Gabelköpfe mit Gewinde, manchmal Gestängeanschlüsse mit einer kleinen Inbuschraube. Ziel ist es, ein gerade fliegendes Modell zu haben, bei dem alle Trimmungen am Sender auf neutral stehen.


Schritt für Schritt vorgehen
All diese Einstellungen: Trimmung am Sender, Motorsturz und Motorzug, Schwerpunkt beeinflussen sich immer gegenseitig. Daher dürfen wir immer nur einen Wert ändern und beobachten, dann den nächsten Wert ändern, etc. Das richtige Einfliegen wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, doch belohnt werden wir mit einem perfekt fliegenden Flugzeug, an dem wir recht lange Spaß haben werden. Und durch die Beschäftigung mit der Flugphysik und den Zusammenhängen lernen wir noch eine ganze Menge dazu. Drum nehmt euch die Zeit, sie lohnt sich!

Und wenn ihr euch das alles nicht zutraut, dann sucht euch einen erfahrenen Fliegerkollegen, der euch dabei hilft. Eine gute Anlaufstelle ist ein Modellflug-Verein in eurer Nähe. Ich hatte das Glück, dass mein lieber Vater mir das Fliegen und Einfliegen beibrachte, gerne denke ich an die tollen Zeiten zurück…

Wie man richtig landet, das erkläre ich das nächste Mal, also habt Geduld! Und später erkläre ich dann, wie man eine Kunstflugmaschine richtig trimmt.

Holm- und Rippenbruch wünscht euch

Klaus

8 Kommentare zu “Das erste Mal ist gar nicht schwer: Der Erstflug und das richtige Einfliegen”

  1. am 25. September 2011 um 13:34 1.Alex schrieb …

    Hallo Klaus
    Bin durch Zufall auf deine Seite gekommen. Nachdem mein Sohn und ich unseren Flieger,ist im übrigen ein Radian von Parkzone gestern doch etwas unsanft zu Boden gebracht haben, was heißt danach waren Stiro Kleber und Klebeband im Einsatz. Ok das Teil sieht wieder heile aus und soll auch heute wieder zum Einsatz kommen. Nachdem ich mir deine Typs für Einsteiger zum Einfliegen usw durchgelesen habe ist mir auch klar was wir bzw ich, weil ich hatte den Sender in der Hand, falsch gemacht haben.Ich hoffe ja was unser Vater Sohn Projekt betrifft heute mit einem schöneren und längeren Flug belohnt wird.Aber ich glaube das mit der Befolgung deiner Typs das wohl zu schaffen sein wird.Werde mich melden,und berichten wie,s gelaufen ist.
    vg Alex & Elias

  2. am 26. Dezember 2011 um 00:33 2.Christian schrieb …

    Hallo ich bin 12 jahre und habe von parkzone die p-51 gunfighter gtriegt ich konnte ihn leider noch nicht fligen weil es bis jetzt immer geregnet hat wie starte ich ihn am besten bitte um antwort

  3. am 7. März 2012 um 13:53 3.Klaus schrieb …

    Hallo junger Freund,

    sehr schön, dass du dich für unser schönes Hobby begeisterst. Ich möchte ja nicht den jungen Mut bremsen, aber eine P-51 ist nicht das perfekte Modell für den Anfang. Eventuell solltest du dir noch zunächst ein Trainermodell zulegen.

    Sei´s drum: wenn du unbedingt möchtest, dann empfehle ich dir den Handstart. Bodenstart ist bei diesen kleinen Modellen schier unmöglich, gerade als Anfänger. Nimm das Modell von oben und greife es in Höhe des Cockpits. Dann Vollgas und ein kräftiger Schwung aus em Arm, dann sollte es gehen.

    Der normale Handstart – Modell von unten greifen und über dem Kopf wie eien Speer werfen – scheidet leider bei eienm Tiefdecker wie der P-51 meist aus. Noch ein Argument, welches geegn die P-51 spricht.

    Viele Grüße

    Klaus

  4. am 7. April 2012 um 17:29 4.Karsten schrieb …

    Fällt das Modell quasi ungebremst zu Boden, dann

    ist entweder der Schwerpunkt zu weit hinten
    das Höhenruder steht leicht auf “hoch”
    oder ihr habt es nach oben geworfen.

    Steigt das Modell steil empor, dann

    ist entweder der Schwerpunkt zu weit vorne
    das Höhenruder steht leicht auf “tief”
    oder ihr habt es nach unten geworfen.

    …ist das nicht genau andersrum?
    Beim Segler hast du es anders erklärt.
    Aber vielleicht ist es beim Motorflugzeug ja anders 😉

  5. am 11. April 2012 um 12:45 5.Klaus schrieb …

    Lieber Karsten,

    hoppala, du hast Recht! Es wird geändert werden in:

    “Fällt das Modell quasi ungebremst zu Boden, dann ist entweder der Schwerpunkt zu weit vorne, das Höhenruder steht leicht auf “tief” oder ihr habt es nach unten geworfen.
    Steigt das Modell steil empor, dann ist entweder der Schwerpunkt zu weit hinten, das Höhenruder steht leicht auf “hoch” oder ihr habt es nach oben geworfen.”

    Das liest sich doch schon viel besser, gell?

    Da bin ich aber froh, dass ich so aufmerksame Leser habe!

    Dank dir recht herzlich

    Klaus

  6. am 27. April 2012 um 17:32 6.Chris schrieb …

    Hallo.Ich habe mir vor ein paar Tagen einen Aerobird Xtreme gekauft.Jetzt wollte ich den eben draussen ausprobieren.Also Akku geladen,angeschlossen,alles getestet und raus.Nur leider bin ich nicht weit gekommen.Der Flieger ging so auf knappe 6 Meter hoch und flog ne links Kurve von alleine.Ich habe versucht Ihn noch hochzuziehen aber ging nicht.Auf den Boden und Propeller abgebrochen.Ich habe leider keine Ahnung und wollte einfach mal ausprobieren aber das es so schnell zu ende ist hätte ich auch nicht gedacht.Woran liegt es das er direkt ne Kurve geflogen ist ?? Habe ich die Züge vom Seitenruder nicht richtig festgemacht ??Oder was anderes ?

  7. am 16. Mai 2012 um 09:52 7.Klaus schrieb …

    Lieber Chris,

    ach, das tut mir aber im Herzen weh! Zum einen, dass dein Flugzeug entzwei ist und zum anderen, dass du dir überhaupt dieses „Modellflugzeug“ gekauft hast. Denn das ist leider genau die Art Spielzeug, von dem ich immer wieder abrate.

    Woran es nun liegt, dass dein Fluggerät abstürzte, das kann ich leider aus der Ferne nicht beurteilen. Da gibt es so viele Gründe: der Wind, Schief gestartet, Fehler beim Bau, verzogene Flügel und auch eine Störung möchte ich bei diesem Teil nicht ganz ausschießen.

    Und wie kann denn der Propeller abbrechen wo doch der Vogel einen Druckantrieb hat? Na ja, so weit also zu den Werbeversprechen „unbreakable“…

    Nichts für ungut…

    Klaus

  8. am 12. Januar 2013 um 12:18 8.Ralf schrieb …

    Hallo Klaus,

    so heute war es endlich bei mir so weit :) meine Entjungerung mit meinem ersten Modellflugzeug!
    Vorweg, es lief besser als erwartet.

    Ich hatte mir schon vor der Anschaffung deine Seite durchgelesen und alle Videos. Super, spitzen Arbeit und Danke, mal an dieser Stelle.

    Nachdem ich mir alles aufmerksam durchgelesen hatte, ging ich den örtlichen Modellbauladen und habe mir eine Spektrum DX6i, Multiplex Easyglider Pro, LiPo Ladegerät und 2 LiPo’s a 3S 2200mah geholt.

    Daheim angekommen natürlich gleich aufgebaut und so weit es ging eingerichtet. Schwerpunkt, Elektronik verbaut etc, ist mir relativ leicht gefallen.
    So nachdem, zu der Jahreszeit, kein Tag kam, an dem ich mich als blutiger Anfänger in die Luft gewagt habe, überlegte ich ob es vll besser wäre mir erst einen Simulator für den PC zu holen. Hatte mir dann Phoenix Simulator bestellt und ca 20 simulierte Flugstunden geflogen.(Natürlich mit edlichen Abstürzen, oh war ich froh das das nicht mein echtes Modell war :) )

    So heute früh war es dann soweit, total windstill, sonnig, das war mein Zeichen für den Start :) ja und was soll ich sagen, ich denke mit Hilfe des Simulators fühlte ich mich gleich nach etwa 2-3 Flugminuten relativ sicher :) ich behielt gut die Ruhe und hatte auch nicht gleich versucht wagemutige Aktionen zu fliegen. Landung lief perfekt.
    Ich flog ca 15 min. Da kommt mir auch jetzt noch eine Frage auf. Wie lange hätte ich noch fliegen können? Geht da noch mehr mit einem LiPo? oder war das schon so die Grenze, wo man sagt, lieber landen bevor die Servos etc keinen Saft mehr bekommen?

    Flugverhalten war sehr ruhig, auch beim reinen segeln. Allerdings konnte ich manchmal feststellen das er manchmal gerne etwas rechts eingelenkt hat. Musste dann mit Querruder korriegeren. Bei der landung hatte ich gleich die Stellung der Querruder und Seitenruder überprüft, konnte aber keinerlei “verstellung” feststellen.
    Ist es möglich das das nur Zufall war und der Flieger auf den Wind reagiert hat , oder doch ein Einstellungsfehler?

    Soweit bin ich super zufrieden und happy , hat mir aufjedenfall das Wochenende versüßt 😀

    Danke nocheinmal für deine super Tipps, hat mir den Start in die Modellflugwelt stark erleichter!!

    Grüße Ralf

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