Liebe Freunde,

oft werde ich gefragt wie man dann weiter macht, um seine Steuerkünste zu verbessern, wenn man die ersten Schritte hinter sich hat. Lasst mich euch das etwas erläutern, ganz so wie ich das sehe.


Wann ist der Umstieg auf ein schwieriges Modell sinnvoll?
Zunächst die Antwort darauf, wann man denn auf eine schwieriger zu beherrschendes Modell umsteigen sollte. Stellen wir uns vor, ihr beherrscht euren Anfängertrainer (zum Beispiel einen „Charter“ oder einen „EasyGlider“) aus dem effeff. Will sagen, Start und vor allem Landung klappen immer. Wirklich immer und nicht nur manchmal. Die Landung immer da, wo ihr landen wollt und nicht da wo das Modell gerade runterkommt. Ihr könnte präzise fliegen. Hoch, tief, nah, weit. Lacht bitte nicht. Es braucht schon ein gerüttelt Maß an Können, um mit einem Charter 200 Meter schnurgeradeaus in 50 Meter Höhe zu fliegen. Oder einen wirklich horizontalen und runden Kreis ohne Höhe zu verlieren oder zu gewinnen. Diese Präzisionsfliegerei ist die Grundvoraussetzung für Kunstflug oder den Umstieg auf schnellere und wendigere Modelle. Erst wenn ihr den „Charter“ wirklich BEHERRSCHT und nicht er euch, dann seid ihr bereit für das nächste Modell.


Kunstflugtrainer wäre ideal
Hier wäre ein Kunstflugtrainer ideal: nicht zu klein, nicht zu groß. Der „Acromaster“ von Multiplex ist zum Beispiel hervorragend geeignet. Damit übt ihr zunächst auch wieder die “Käses Rundflüge” wie man das nennt. Noch kein Kunstflug bitte! Fliegt ein paar Akkus einfach wieder die exakten Kreise, Rechtecke und Geraden. Und vor allem übt das genaue und gute Landen.


Habe hier mal ein tolles Video gefunden des Acromasters von Multiplex:

Wenn das denn auch richtig sitzt, dann fangen wir mit dem Kunstflug an. Die Grundfiguren sind Looping, Rückenflug, Turn und Rolle. Übt diese Figuren erst einmal einzeln. Und achtet darauf, diese Figuren nicht irgendwo am Himmel zu fliegen, sondern immer an der gleichen Position, in der gleichen Höhe. Präzise eben. Fliegt so lange drei Looping auf der Stelle, bis jeder Looping ein Kreis ist und jeder nachfolgende Looping an der gleichen Stelle geflogen wird, wie der vorherige. Das liest sich langweilig und einfach, doch wehe, wehe, probiert es mal!

Dann der Rückenflug. Fliegt all diese Figuren wie Kreise, Rechtecke, usw. einfach im Rückenflug. Und zwar bitte genauso präzise wie zuvor in Normalfluglage. Auch das liest sich wieder ganz einfach ist aber recht anspruchsvoll. Wenn ihr das dann auch sicher fliegen könnt, dann könnt ihr aus diesen Grundfiguren ganz spannende Kunstflugprogramme kombinieren.


3-D Kunstflug
Ein anderes Thema ist der moderne 3D-Kunstflug. Dazu muss man aber den klassischen Kunstflug erst beherrschen. Hierzu also später mehr.

Parallel dazu kann man natürlich die Kunstflugfiguren auch ganz prima am Simulator üben. Das trainiert die richtigen Reflexe und die Koordination von Auge und Hand. Obwohl ich auch sagen muss, dass auch der beste Simulator das richtige Fliegen nie ersetzen wird!

Und vor allem gilt beim Kunstflug: Übung macht den Meister!

Viele Grüße

Klaus



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