Graupner “True Blue” – RC Segelboot

Geschrieben von Klaus am 17. September 2009 | Abgelegt unter Vorstellung RC Modelle

Einen wahrlich hinreißender Charme versprühen die Segelboote und besonders die Segelyachten. Einmal Skipper sein und um die Welt segeln auf meiner eigenen Luxusjolle…. Ach herrje, im richtigen Leben wird das wohl nie passieren, warum aber nicht im Modellmaßstab? Oftmals bewunderte ich an unserem See die Modellboote, elegant ziehen sie ihre Bahnen und treiben ihr Spiel mit Wind und Wellen. Doch meine lieben Freunde, so etwas sollte auch meinen Fundus bereichern, beschloss ich.

Ein tüchtiges Segelboot: Graupner True Blue

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Zunächst hieß es für mich ausbaldowern, was der Markt denn in dieser Sparte uns Modellbauern anbietet. Zu klein durfte es nicht sein, habe ich schnell erfahren, weil sonst die Durchsetzungskraft gegenüber den Gewalten zu gering sein wird. Zu groß darf meine Yacht jedoch auch nicht werden, indes ich sie mit meinem gar kleinen Mofa ja zum See fahren will. Und mit meinen eigenen Händen aus einem Baukasten ein Segelboot auf Kiel legen, das wollte ich dann auch nicht. Handwerklich könnte ich das wohl, allein mir fehlt die Erfahrung. Letztlich schien mir dann die Graupnersche “True Blue” ein güldener Mittelweg zu sein: ein tüchtiges Segelboot, bei dem nicht gar so viel zu basteln ist.

Schneller und einfacher  Zusammenbau

Ganz fein ist, dass der Bau der “True Blus” nur recht wenig Werkzeug erfordert: einige kleine Schraubendreher, eine Zange, einen Inbusschlüssel. Alldieweil fast alles miteinader verschraubt wird – nur das Deck wird zwecks Dichtheit zusätzlich zu den Schrauben verklebt – verschlingt die Ertüchtigung des Bootes nur wenig unserer kostbaren Freizeit. Obendrein wird unser Geldbeutel nicht zu arg belastet, darob die emsigen Konstrukteure auf eine Segelwinde verzichtet haben. Deren unentbehrliche Funktion wird von zwei preiswerten Servos der Standardgröße übernommen, die durch ein gescheites Hebelwerk ihre Kräfte vereinen, um das Servo zu verstellen. Ich muss sagen: trefflich gelöst! Ei wie fein, dass ich auch meine 2,4 Ghz Fernsteurung einsetzen darf. Meine vormalige 35 MHz Anlage ist ja gesetzlich limitiert alleinig auf Flugmodelle.

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Gleichwohl ich im Flugmodellbau recht beschlagen bin, durfte ich für mir mein neues Segelboot zunächst ein zusätzliches und neues Vokabular aneignen. Als Landratte waren solch schöne Worte wie “Fieren” oder “Fock” oder “Großbaum” doch bislang Kauderwelsch für mich. Jedoch zum Lernen darf man tunlichst nie zu alt sein!

Gut geübt bei Wind und Wellen

Ja, laut Theorie sollte nun alles redlich funktionieren, also auf zum See und schauen, ob die Praxis denn die Theorie bestätigt. Und in der Tat, meine “True Blue” segelt, wie sie es denn soll. Zum heiteren Spiel mit Wind und Wellen braucht es schon veritable Übung, wenn ich denn nicht nur simpel hin und herfahren will, sondern so fix als möglich segeln möchte. Nicht lange brauchte es, bis ich imstande war, auch gegen den Wind voran zu kommen, sprich zu kreuzen. Wenden, Halsen, alles fluppt prächtig.

Nur wenn Boreas, der Gott der Nordwinde, allzu tüchtig sein Werk verrichtet, dann stößt die “True Blue” an ihre Grenzen. Bei schwächeren Luftströmen dagegen sorgt sie für die reine Gaudi, wenngleich die ganz großen Segelboote, die sich auch am See tummeln, ob ihrers größeren Gewichtes noch ruhiger auf dem Wasser liegen. Jedoch solche “Kähne”, die kann ich mit meinem treuen Mofa nicht mehr zum See bringen.

Numehr bin ich für alle sommerlichen Wetterlagen trefflich ausgestattet: bei recht wenig Wind kommt meine “Seabee” in die Lüfte, wenn es stärker weht, dann wird die “True Blue” zu Wasser gelassen.

3 Kommentare zu “Graupner “True Blue” – RC Segelboot”

  1. am 20. September 2009 um 15:42 1.Stefan schrieb …

    Hallo,

    ich habe auch eine True-Blue. Fährt wunderbar aber bei frischem Wind habe ich meine Schwierigkeiten, sie taucht den Bug unter Wasser. Hast du das auch schon erlebt? Kann ich etwas dagegen tun?

    Stefan

  2. am 24. September 2009 um 17:52 2.Klaus schrieb …

    Lieber Stefan,

    ja, das habe ich auch schon erlebt, dass die True-Blue ihr Näschen eintaucht, besonders wenn man direkt vor dem Wind fährt. Ich glaube, da kann man nichts machen, sie ist einfach zu leicht und klein für starken Wind und hohe Wellen. Ein wenig kann es besser werden – so habe ich gelesen, versucht habe ich es nicht! – wenn du den Schwerpunkt nach hinten verlegst und dir ein kleineres Rigg (Segel) beschaffst. Aber die True-Blue ist halt doch ein Segler für den leichten Wind.

    Viele Grüße und Mast- und Schotenbruch wünscht

    Klaus

  3. am 26. März 2012 um 17:13 3.Andreas schrieb …

    soooo nach dem langen winter war es den heute soweit-taufe meiner true blue ( black, ich hab sie lackiert) und ich habe soweit wie möglich hinten 300g klebeblei (vom felgenauswuchten) in den rumpf gebracht und siehe da bisher taucht sie noch nicht vorn ein-also sie liegt nun zwar achtern etwas tiefer aber in aktion hat es sich als positiv erwiesen.
    euch noch viel spass mit der true blue
    andreas

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