RC Motorflugzeuge

Geschrieben von am 16. Januar 2009 | Abgelegt unter

RC MotorflugzeugeEin RC Motorflugzeug ist ein ferngesteuertes Flugzeug, das von einem Motor – meist per Propeller – durch die Lüfte befördert wird. Bleibt der Motor stehen, stürzt es zwar nicht direkt ab, es kann vielmehr im Gleitflug noch oft den rettenden Flugplatz erreichen, aber dieser Gleitflug ist nur von kurzer Dauer.


Große Auswahl an Formen, Farben und Größen

Motorflugmodelle gibt in allen erdenklichen Formen, Farben, Größen, Gestalten, und Bauweisen.

Es gibt Einsteigermodelle, Trainer, Kunstflugmodelle, Doppeldecker, Dreidecker, Schleppmaschinen, Speedmodelle, Rennflugzeuge, Wasserflugmodelle.

Dazu gesellen sich Nachbauten von nahezu allen Originalflugzeugen, Enten, Modelle von Originalen, die im Original nie flogen, aber wohl als Modell, Oldtimer, Youngtimer, Modelle mit zwei, drei, vier oder noch mehr Motoren,… Es gibt nichts, was es nicht gibt. Spannweiten von weniger als einem halben Meter bis hin zu 5 oder mehr Metern sind zu realisieren.

Bei einem Motormodell sollte der Motor von Start bis Landung durchlaufen, damit es seiner Definition gerecht wird. Das hoffen dann auch die meisten Piloten. Falls das mal nicht der Fall sein sollte, heißt es umgehend Landen. Die allermeisten MotormaschinenM haben auch als Modell ausreichend gute Gleiteigenschaften um den Flugplatz sicher wieder zu ereichen. Meistens jedenfalls.

Bei den Motorisierungen reicht die Spanne vom 0,33ccm Motor bis hin zu Hubraumriesen mit mehr als 250 ccm. Zum Vergleich: ein normales Auto hat einen Hubraum von ca. 2000 ccm, ein Scooter für 16-Jährige 50 ccm oder 80 ccm!


Treibstoff für RC Motorflugzeuge mit Verbrenner

Der Treibstoff unserer Motoren ist entweder Methanol mit einem speziellen Schmierstoff und evtl. Nitromethan für die so genannten Glühzünder oder aber Benzin, meistens ebenfalls mit ein paar Prozenten Öl. Ja, so wie bei meiner „Herkules“ oder beim Trabi. Während wir das Benzin an der Tankstelle bekommen, müssen wir den Sprit für die Glühzünder beim Modell Fachhändler kaufen. Aber keine Sorge: bei Tankgrößen von deutlich weniger als einem Liter – üblich sind so um die viertel- bis halbliter Größen – müssen wir nicht gar so häufig für
Nachschub sorgen.

Üblicherweise arbeiten die Motoren nach dem 2-Taktprinzip, 4-Takter sind doch eher seltener anzutreffen, genau wie Stern- oder Reihenmotoren meist in Nachbauten von Oldtimern. Boxermotoren mit 2 oder auch 4 Zylindern sind jedoch durchaus verbreitet, weil Motoren dieser Bauart sehr ruhig und vibrationsarm laufen.


Gemächlich bis Leistungsstark

Die Leistungen gehen von wenigen Bruchteilen von PS bis zu 15 und noch mehr PS bei den Boliden. Die Motoren jubeln bei Drehzahlen bis zu jenseits der 30000U/min bei Rennmotoren, was oft auch mit dem entsprechenden Lärm verbunden ist. Hier sollten wir Rücksicht auf eventuelle Anwohner nehmen. Lärm bietet Konfliktpotenzial. So mancher Modellflugplatz ist schon geschlossen worden, weil Anwohner sich – oft zu Recht – durch Strolche gestört fühlten, die töricht genug waren, ohne Schalldämpfer ihre Motoren zu betreiben. Die Modellbauindustrie bietet heute so gute Schalldämpfer, dass aus der Schachtel heraus ein für alle Seiten ungetrübter Sonntagnachmittag möglich ist. Laut ist out!

Angeworfen werden die Motoren der RC Motorflugzeuge in aller Regel von Hand durch gezieltes und gekonntes (!) “Drehen” am Propeller. Das kann, wenn man es nicht kann, einschneidende und abschneidende Folgen haben. Mit einem drehenden Propeller ist nicht zu spaßen! Daher nutzen auch viele Modellflieger einen Elektrostarter für diese Aufgabe.


Die Alternative zum Verbrenner

Und dann fliegen viele auch mit Elektroantrieben! Die sind leiser und oft bis zu einer bestimmten Leistungsklasse (ca. 1 bis 2 PS) einfacher in der Handhabung als die Zerknaller. Und sie sind bis auf die wirklichen Hubraumgiganten genauso leistungsfähig wie die Verbrennerkollegen. Auch in Punkto Flugzeit gibt es mit den modernen Akkus nichts mehr zu nörgeln.


Start: Vom Boden oder aus der Hand

Kleinere Motorflugzeuge werden häufig aus der Hand gestartet, ja müssen sogar bisweilen geworfen werden, weil deren Räder schlicht nicht über die mehr oder minder gut gemähte Wiese rollen können. Ab einer Spannweite von ca. 1,5m wird dagegen so gut wie nur noch vom Boden gestartet. Dazu braucht es entweder eine gut gepflegte Wiese oder eine Hartbahn (Asphalt, Beton, oder ähnliches). Beides bietet ein Modellflugverein. Und noch die Zulassung dazu. Denn anders als reine Segelflugzeuge gelten bei verbrennergetriebenen Maschinen spezielle Vorschriften.

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