RC JetRC Jets sind weil recht neu immer noch etwas ganz Besonderes. Hier stimmen nicht nur die Leistung und der Sound, nein sie riechen tatsächlich wie die Großen nach Kerosin! Diese Turbinentriebwerke sind mittlerweile sehr leistungsstark und zuverlässig. Nur eins sind sie (noch) nicht: erschwinglich. Jedenfalls für mich und mein Konto. Da werde ich wohl noch etwas von meiner eigenen Concorde träumen müssen.


Nicht für Anfänger geeignet

Und man muss ganz klar sagen: Jets sind nichts für den Anfänger. Sie sind schnell, groß und verzeihen keinen Steuerfehler. Beim Jetfliegen muss der Pilot immer genau wissen, was er tut und was er nicht tun darf. Das lernt man aber nur durch Erfahrung.

Auch hier wird die gesamte Spanne abgedeckt, von Modellen mit knapp 3-4 kg hin zu 25 kg Modellen. Und darüber hinaus, die aber müssen – siehe oben – zugelassen werden. Prinzipbedingt sind hier nach unten hin Grenzen gesetzt, will sagen, es wird wohl nie einen richtigen Jet geben, der in die Westentasche passt.

Man kann mit den traditionellen Materialien wie Balsa durchaus Jets bauen, es haben sich aber bei Jetmodellen die Faserverbundwerkstoffe durchgesetzt. Hier wird mit Glas und Kohle gearbeitet.


Schnell, schnell und nochmal schnell

Jets sind schnelle Gesellen. Daher brauchen die schon etwas mehr Himmel als ein Thermiksegler oder ein Trainermodell. Auch ein Handstart ist nun wirklich nicht mehr möglich (außer bei manchen Jetseglern), es braucht eine gut gepflegte Piste, vom Acker nebenan kann man die Biester nicht mehr starten.


Das Triebwerk eines Jet-Modells

Ein besondere Gattung der Jets sind die Pulsos. Darf ich die zu den Jets rechnen? Ja, ich darf. Ein Pulso ist ein einfaches Triebwerk, einfacher geht es nicht. Es besteht im Grunde genommen nur aus einem Rohr und einem Ventil. Die Luft strömt durch ein Flatterventil in die Brennkammer (das Rohr), dort wird sie mit dem Treibstoff gemischt und das Gemisch zur Explosion gebracht. Der dadurch entstehende Druck schließt nach vorne hin das Ventil, nach hinten hin drückt er das Gas raus und sorgt so für Schub. Dann geht das Spiel von vorne los. Im Prinzip ganz einfach, aber schwierig hin zu kriegen. Zu Kaufen gibt es die Dinger nicht. Ist auch besser so, weil so ein Pulso das Lauteste ist, was ich je im Modellflug gehört habe! Ein Rockkonzert ist gar nichts dagegen. Deswegen und wegen des doch erhöhten Risikos (das Rohr ist oft rotglühend und die Kiste hat einige Liter Sprit an Bord. Bei einem Absturz sind rotglühende Teile und Sprit eine ganz, ganz schlechte Kombination) sieht man Pulsos sehr selten, eigentlich nur auf Flugtagen.

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