Liebe Modellbau Freunde,

ich bekomme immer mal wieder Fragen zum Thema Luftaufnahmen mit einer Flugzeug-Cam. Gute Luftaufnahmen zu machen ist sicherlich nicht immer einfach, aber ich versuche mal ein paar Tipps zu geben.


1. Sanft fliegen

Versucht bitte so ruhig und sanft als möglich zu fliegen. Eine Kurve, die dir vom Boden aus als ganz normal erscheint, ist für einen mitfliegenden Beobachter eine haarsträubende Steilkurve. Erst durch die Kamera wird uns oft klar, wie rabiat und heftig wir doch unsere Flugzeuge im Vergleich zu den Großen durch die Lüfte bewegen.

Fliegt ruhig länger geradeaus, keine wilden Kreise. Stell euch vor, ihr würdet aus der Hand heraus filmen und solch wilde Schwenks machen: dem Zuschauer würde das nicht gefallen!


2. Nicht durch den Propeller filmen
Die Kameras, die wir so in den Modellen einsetzen, sind nicht die besten welche, was die optischen Qualitäten angeht. Denn sie müssen vor allem leicht sein. Besonders die Verschlüsse sind recht einfach und leicht gestaltet. Daher kommen sie mit schnell bewegten Objekten nicht so gut zurecht. Und das schnellste bewegte Objekt an unserem Modell ist halt der Propeller.

Richtst ihr nun die Kamera durch den Propellerkreis, dann wird das Bild vor Streifen nur so strotzen! Das ist der Propeller, dessen Bild vom Verschluss quasi “zerhackt” wird.

Ein guter Blickwinkel für die Kamera ist zum Beispiel seitlich über dem Flügel. Oder – wenn das Flugzeug groß genug ist, um das Gewicht und den Luftwiderstand zu verkraften, vom Randbogen über das Modell. Oder aber man nutzt gleich ein Flugzeug mit Druckpropeller, wenn man denn nach vorne heraus filmen möchte.


3. Gutes Licht
Hell muss es sein, um gute Bilder zu erhalten, aber nicht zu grell! Denn wegen der gewichtssparenden Bauweise, reagieren viele Kameras nicht schnell genug auf plötzlichen Lichtwechsel. Der kann auftreten, wenn man bei strahlendem Sonnenschein Kreise fliegt: mal schaut dann die Kamera in die Sonne, mal von ihr weg. Und das gibt starke Schwankungen in der Bildhelligkeit, weil die Kamera gar nicht so schnell nachregeln kann.

Perfekt ist ein heller Tag, aber ohne strahlenden Sonnschein. Etwas Dunst, der die Sonne dämpft sorgt an solchen Tagen für gleichmäßiges Licht all überall. Da muss die Kamera wenig nachregeln und das Bild bleibt gleichmäßig hell.


4. Aufhängung
Ihr fliegt und filmt mit einem elektrisch angetriebenen Modell? Falls nein, dann achte sorgsam darauf, dass die Kamera vibrationsgeschützt montiert ist. Aber zu weich darf es auch nicht sein, sonst schwingt sie sich mit den Vibrationen auf. Das braucht ein paar Versuche: gerade so hart, dass die Kamera nicht die Motorvibrationen aufnimmt, doch so hart, dass sie nicht schwingt.

Auch beim Elektromodell ist das sehr wichtig! Habt ihr den Propeller ausgewuchtet? Denn schlechte Propeller sorgen für nicht wenige Vibrationen auch bei einem Elektromodell. Und all dieses Wackeln wirt man in jedem Fall im Film wiederfinden.

Ich hoffe, ich konnte euch mit den Tipps etwas helfen!

Euer

Klaus


Ein Kommentar zu “Tipps für richtig gute Luftaufnahmen”

  1. am 23. Februar 2013 um 02:45 1.hansi schrieb …

    geil! danke!