Grüß euch, ihr Freunde des schönsten Hobbys der Welt!

Als ob unser Hobby nicht schon toll und aufregend genug wäre, habe ich dieser Tage beim Surfen im Internet – es war ja den ganzen Tag bitterkalt – etwas ganz tolles neues entdeckt, was unserer Freizeitbeschäftigung noch ein Sahnehäubchen aufsetzt.


Immersionsfliegen – Was ist das?
Ich spreche vom „Immersionsfliegen“. Das bedeutet Fliegen in einer „virtuellen Realität“ oder Modellfliegen mit dem Erlebnis als würden wir im Modell sitzen! Wie funktioniert das? Im Grunde ist es ganz einfach: eine Kamera wird in das Modell montiert und lugt nach vorne heraus. Die Bilder, die von der Kamera aufgenommen werden, sendet ein Sender im Modell an eine Empfangsstation am Boden. Diese wiederum projiziert die Bilder – und jetzt wird es spannend – auf eine Art Brille, die der Modellpilot trägt!

Er schaut also quasi direkt aus dem Cockpit seines Flugzeuges heraus! Ist das nicht toll! Und weil so ein starrer Blick schnell langweilig wird, gibt es sogar Brillen, die die Lage des Kopfes des Modellpiloten erkennen können. Diese Lage des Kopfes wird an das Modell gesendet, dort sorgen zwei Rudermaschinen dafür, dass die Kamera im Modell genauso geschwenkt und bewegt wird, wie der Kopf des Modellpiloten. Er schaut also nicht nur aus der Windschutzscheibe, sondern wenn er den Kopf dreht auch zur Seite aus dem Cockpit heraus.


Die wichtigsten Daten auf einen Blick
Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, nein, nein. Denn gewitzte Tüftler haben es doch tatsächlich geschafft, die wichtigsten Flugdaten (Höhe, Geschwindigkeit, Akkuspannung, etc.) im Modell direkt zu erfassen (z.B. per GPS) und gemeinsam mit den Kamerabildern an den Boden zu senden. Diese Daten werden dem Piloten dann in die Bilder der Kamera mit eingeblendet. Jetzt sieht er nicht nur aus seinem Modell heraus, nein, er hat sogar ein Armaturenbrett vor Augen mit den wichtigsten Daten!

So begeistert ich davon bin, so holten mich die Preise für eine derartige Ausrüstung aber wieder ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Das geht ganz schnell in die Tausende und das ist mir der Spaß nicht wert, gewiss nicht. Aber wie so oft bei der modernen Elektronik werden die Preise bestimmt schnell purzeln. Und dann, ja dann, dann mache ich das vielleicht auch. Doch bis dahin bleibe ich auch virtuell am Boden und schaue meinen Modellen von unten beim Fliegen zu!

Rüdiger hat dazu auch ein Video auf Youtube gefunden, das diese Technik sehr schön zeigt:


2 Kommentare zu “Trend: Immersionsfliegen”

  1. am 13. März 2011 um 21:14 1.whitey schrieb …

    Guter Beitrag, immersionsflug ist wirklich eine feine Sache, sollte aber aufgrund des hohen Anschauffungspreisen nur von äußerst sicheren “piloten” praktiziert werden

    erwähnenswert ist auch, dass die Steuerung so eingestellt werden kann / muss… dass man halt aus der Egoperspektive Steuert und nicht beim Richtungswechsel bzw. 180° wechsel seitenverkehrt lenken muss :)

    ach ja RÜDIGER kauf mal ein FPV Set du hast es doch :)

    gruß whitey 3g

  2. am 15. März 2011 um 12:18 2.Klaus schrieb …

    Hallo lieber whitey 3G (was ein seltsamer Name ist, hast du auch einen echten Namen:-)?,

    das ist ein guter Hinweis, dass FPV wirklich etwas für versierte Piloten ist. In der Tat muss man erst Modellfliegen können, und zwar gut, bevor man sich dort heran wagt.

    Ach und über den „Richtungswechsel“ da hätte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Ich flieg schon so lange, dass ich mir darüber gar keine Gedanken mehr mache, ob der Flieger auf mich zukommt und ich dann vom Auge zum Hirn quasi rechts und links vertauschen muss. Ich sitze gleichsam virtuell jederzeit im Modell und steure schon automatisch in die richtige Richtung.

    Anders ausgedrückt: wenn jemand noch beim Auf-Sich-Zufliegen damit Probleme hat, dann ist er noch lange nicht soweit, sich mit FPV zu versuchen. Dann darf er auch noch keine schnellen oder schwierigen Modelle bewegen, gleich ob Flugzeug oder Auto oder Schiff oder gar Hubschrauber!

    Ich glaube, ich werde Rüdiger verstärkt auf dieses Thema hinweisen. Vielleicht wird es ja etwas mit dem Guten, denn du hast Recht, leisten kann er sich das Equipment dafür ganz gewiss!

    Viele liebe Grüße

    Klaus

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