Was ist ein Regler?

Geschrieben von Klaus am 13. Juni 2010 | Abgelegt unter Für Anfänger, Grundwissen

Wir steuern nicht nur Ruderklappen oder Vergaser an unseren Modellen an, nein, wir wollen auch unsere elektrischen Antriebsmotoren mal schnell mal langsam– bei Schiffen und Autos auch mal rückwärts – laufen lassen und sie auch abschalten können. Dazu gibt es die so genannten Regler. Die setzen unseren Steuerimpuls zum Beispiel des Gasknüppels am Sender in Drehzahländerung am Elektromotor um.

Ganz stark vereinfacht „zerhacken“ sie dazu die Stromzufuhr zum Elektromotor proportional zur Knüppelstellung am Sender. Sie schalten quasi den Motor kurz an und wieder aus und das geschieht mehrere zig-tausendmal pro Sekunde.


Die wichtigsten Auswahlkriterien sind

-    Bürstenmotor oder Brushless?
-    BEC oder kein BEC?
-    Art und Größe des Akkus
-    Stromverbrauch des Elektromotors


Bürstenmotor oder Brushless?

Zunächst gibt es Regeler für die alten konventionellen Bürstenmotoren und welche für die modernen Bürstenlosen („Brushless“). Diese Regler dürfen nicht verwechselt werden! Ein Brushlessmotor kann nur mit einem Brushlessregler betrieben werden, ein Bürstenmotor nur mit einem Regeler für Bürstenmotoren! Heute gibt es so gut wie nur noch Brushlessmotoren, alles andere würde ich nicht mehr kaufen, sei es noch so billig.


BEC (Battery Eliminating Circuit)

BEC steht für „Battery Eliminating Circuit“ und bedeutet, dass der Regelr nciht nur den Antreibsmotor mit Strom versorgt, sondern auch ganz nebenbei unsere RC-Anlage. Das spart natrürlich den Empfängerakku, funktioniert aber nur bis zu einer bestimmten Anzahl von Servos. Wieviel genau hängt von den eingebauten Servos und dem benutzten Regler ab. Faustregel: ab 4 – 5 Servos muss man schon genau hinsehen, darunter tut es (fast) immer.


Art und Größe des Akkus
Dann müssen wir bei der Auswahl des Reglers darauf achten, mit welchem Akkutyp wir unterwegs sind und mit wie vielen dieser Akkus, also wie hoch die Spannung sein wird. Fliegen wir unser Modell mit NiMH oder mit LiPos? Im Grunde ist es dem Regler gleich, woher die Spannung kommt, aber so gut wie jeder Regler hat eine Unterspannungsabschaltung. Damit schützt er unsere Akkus vor Tiefentladung indem er den Motor abregelt oder abschaltet wenn der Akku zu leer wird. Und diese Erkennung „zu leer“ unterscheidet sich bei NiMH und LiPos ganz gewaltig, wodurch es wenn man unvorsichtig ist schon vorkommen kann, dass man sich den LiPo kaputt macht, wenn man mit einem falschen Regler den Motor bis zum Gehtnichtmehr nudeln lässt.


Stromverbrauch des Elektromotors
Und dann müssen wir noch auf den Stromverbrauch achten, also wie viel Ampere (A) der Motor zieht. Das schwankt je nach Akku, Motor und Luftschraube, aber jeder Motor hat seinen Auslegungsstromverbrauch und unsere Regler muss immer mehr Strom vertragen als unser Motor zieht! Plus etwas Reserve, weil die Regler auch etwas warm werden! Wenn also unsere vom Hersteller empfohlene Motor-Akku-Luftschrauben-Kombination zum Beispiel 36A zieht so sollte unser Regler mindestens 40A abkönnen, eher etwas mehr. Natürlich können wir auch einen 100A-Regler benutzen, der wird aber zu schwer und zu teuer sein.

Beim Einbau der Regler müssen wir darauf achten, dass die Kabel sauber verlegt sind, nirgendwo scheuern oder durchhängen und dass der Regler von kühler Luft umflossen wird. Dann wie schon gesagt werden die Gesellen im Betrieb warm und manchmal auch heiß. Wenn er nicht gekühlt wird, dann kann ein Regler schon mal abschalten.

Ach ja, Regler ist eigentlich das falsche Wort, Steller ist richtiger, aber Regler hat sich eingebürgert…

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